Zum Inhalt springen
S!D – Super Impact Day Logo S!D – Super Impact Day Logo
  • Tickets
  • Participation
  • Partner
  • SIDweekly
  • Podcast
  • Events
    • Recap SID26
    • Recap SummerSID25
    • Recap SID25
    • Recap SID24
    • Recap SummerSID23
    • Recap SID23
    • Recap SID22
  • FAQ
  • Tickets
  • Participation
  • Partner
  • SIDweekly
  • Podcast
  • Events
    • Recap SID26
    • Recap SummerSID25
    • Recap SID25
    • Recap SID24
    • Recap SummerSID23
    • Recap SID23
    • Recap SID22
  • FAQ

SIDweekly#167 – Meine Reise zum Prosumer III

Meine Reise zum Prosumer III

Liebe S!Dizens,
 

Ende Juli hatte ich zuletzt über meine Reise zum Prosumer berichtet. Um was ging es nochmal? Genau, wir möchten unsere Haustechnik „retrofitten“, sprich die bestehenden Komponenten um eine Batterie, Smartmeter, Wallbox und eine clevere Steuerung ergänzen. Tatsächlich stellte es sich als gar nicht so einfach raus, Anbieter dafür zu finden.

 

Immerhin zwei waren es dann doch: Ad Fontes, als Vertreterin der Variante „lokales Handwerk“ sowie 1komma5, die trotz des international eher sperrigen Namens Ambitionen haben, eine globale Marke werden zu wollen. Beide haben sich inzwischen vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und ihre Angebote angepasst. Ich kann euch berichten: Die Besuche waren in beiden Fällen eine sehr gute Erfahrung. Ad Fontes und 1komma5 waren mit nicht nur sympathischen, sondern auch sehr kompetenten Kollegen vor Ort. Bei mir bleibt der Eindruck: Mit diesem Personal wird die Energiewende gelingen.

 

Technisch und preislich haben sich die Angebote angenähert – was wiederum Vertrauen gibt, dass beide wissen, was sie tun. Jeweils wurden Batterien in zwei Varianten angeboten: 10 kWh und 15 kWh. Ich muss mich wunschgemäß um wenig kümmern. Lediglich ein dynamischer Tarif ist nicht Teil des Pakets, sondern muss zusätzlich geordert werden. Während die Preise im ersten Aufschlag weit voneinander entfernt lagen, sind sie jetzt nur noch einige Prozentpunkte auseinander. Auch nicht unwichtig: Beide Anbieter scheinen auch in der Lage zu sein, wunschgemäß bis Januar mit der Umsetzung fertig zu werden.

 

Einen Unterschied gibt es in der Darlegung der Angebote – ein aufwendiger Verkaufsprospekt auf der einen, klassische Komponenten- und Montageauflistung auf der anderen Seite. Dazu habe ich um eine Wirtschaftlichkeitsrechnung gebeten. Das scheint überraschend schwierig zu sein. Neben den naheliegenden Gründen – zukünftige Strompreise und -verbräuche antizipieren, ein fließender regulativer Rahmen – sind die einschlägigen Tools offenbar einschränkend.

 

1komma5 muss seinem Tool vorgaukeln, dass wir auch eine Solaranlage kaufen, sonst funktioniert es nicht. Aber immerhin: Unter der konservativen Annahme, dass die Strompreise nicht steigen, keine Netz-Arbitrage möglich ist und die Autobatterie nur als Verbraucher genutzt werden kann (kein Vehicle to grid), sollte sich die Investition innerhalb von 8-9 Jahren amortisieren.

 

Auf ein ähnliches Ergebnis kommt auch ad fontes, wenn auch auf einem anderen Weg. Die Kollegen haben die einzelnen Komponenten betrachtet: Batterie zahlt in den steigenden Eigenverbrauch ein, der SmartMeter refinanziert sich über den dynamischen Tarif und die Wallbox über vermiedene Ladevorgänge an öffentlichen Säulen. In Summe ebenfalls etwas unter 10 Jahre Amortisationszeit. Das ist viel, viel besser als in der Verbrennerwelt, wo es gar keine Amortisationsbetrachtung geben konnte.

 

Bleibt die Frage, mit wem wir denn jetzt arbeiten sollen, da es kein klares Preissignal in die eine oder andere Richtung gibt und die technischen Unterschiede gering sind?

 

Für ad fontes spricht, dass sie eine individuelle Lösung gestaltet haben, eine enge persönliche Betreuung versprechen und mir das Gefühl geben, dass sie immer wieder vorbeikommen, wenn etwas sein sollte. Auf diesem Weg würden wir eine geringe Abhängigkeit vom Anbieter und von einzelnen Komponetenherstellern „einbauen“. Bei der Wahl des Anbieters eines dynamischen Tarifs wären wir völlig frei, müssten uns aber auch entsprechend kümmern. Ebenfalls ein Argument: Ich finde es sympathisch, mit einem lokalen mittelständischen Unternehmen zu arbeiten.

 

1komma5 bietet eine einheitliche, standardisierte Lösung und man kann auf fortlaufende Produktentwicklung und -optimierung bauen, das finde ich vor allem bei der Software relevant. Tatsächlich bin ich ziemlich neugierig, was die “Heartbeat” AI tatsächlich kann. Wobei sie leider nur mit dem hauseigenen Tarif optimal funktioniert. Falls 1komma5 es nicht schaffen sollte, wird sich aber aufgrund des großen Kundenstamms sicher ein Marktbegleiter dafür interessieren, eine Lösung zu bauen. 

 

Da stehen wir, ein geschlossenes oder ein offenes System, Marke oder Handwerk. Kommende Woche möchten wir eine Entscheidung treffen – ich freue mich über konstruktives Feedback.

 

Liebe Grüße und bis bald,

Euer Eike

Und was ist sonst noch los gewesen:

 

Wahl der Woche: Hamburger Zukunftsentscheid gewinnt

Vor zwei Wochen habe ich ausführlich zum Zukunftsentscheid geschrieben. Das Ziel: Hamburg soll bis 2040 klimaneutral werden (wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen (2038) und Niedersachsen übrigens auch). In der heißen Phase des Wahlkampfs hatte ich den Eindruck, dass einige Politiker der Mitte aktive Klimapolitik mit „AfD stärken“ gleichgesetzen, dass Investitionen in Klimaneutralität im Grunde sozial nicht vertretbar seien. Puh, krass, wo wir gelandet sind. Aber: Der Hamburger Zukunftsentscheid war erfolgreich! Man kann mit Klima Wahlen gewinnen. Kurz mal freuen. Und jetzt geht's richtig los: Wir müssen abliefern und den Beweis antreten, dass sozialverträgliche Klimaneutralität machbar ist und sichtbar Mehrwert stiftet. Ich hab Bock!

 

https://www.wahlen-hamburg.de/Hamburger_Zukunftsentscheid_2025/ 


 

Wahrheit der Woche: Fossil ist teuer, Beispiel: Gasnetzentgelte

In der vergangenen Woche gab es eine Reihe von Datenpunkten, die jeweils darlegen, dass Wärmepumpen sich durchsetzen (67% Anteil im Neubau), erneuerbare Energien global dominieren und elektrisches Fahren selbst bei uns durchbricht. Am wichtigsten für uns hier ist aber die Erkenntnis, dass die Leute, die frei- oder unfreiwillig weiter am Gashahn hängen, zunehmend mehr dafür zahlen müssen. Denn gleichzeitig wird der Rohstoff immer teurer und weniger Nutzer finanzieren die Infrastruktur. Es ist unsere Aufgabe, das klar zu kommunizieren.

 

https://www.enet.eu/aktuelles/gasnetzentgelte-steigen-2026-erneut-deutlich

 

 

Stadtwerk der Woche: München

Das Stadtwerke viel Einfluss darauf haben, wie Menschen das Gemeinwesen erleben, darüber haben wir hier oft geschrieben. Das gilt auch für die Rolle als Arbeitgeber. Begriffe wie „bunt“, „integrativ“ oder „divers“ werden attackiert und vielfach in der Kommunikation zurückgefahren. Das ist meiner Ansicht nach grob falsch, denn Deutschland ist und  bleibt trotz allem Dampfgeplaudere eine Einwanderungsgesellschaft, die die Chancen daraus aktiv gestalten muss. Deswegen möchte ich diesen Post von Ilkkan Karatas von den Stadtwerken München teilen, der eigentlich nur Sachen schreibt, die völlig normal sind.

 

https://www.linkedin.com/posts/ilkkan-karatas_wo-w%C3%A4re-ich-heute-wenn-vorletzte-woche-activity-7382067539360571393-oDwO/


 

Podcast der Woche. Der SIDPodcast über Wärme aus Oberursel

Es ist tatsächlich die vorletzte Episode mit Julia Antoni und Sebastian Heinrich von den Stadtwerken Oberursel, die ich euch ans Herz legen möchte. Denn hier zeigt ein Stadtwerk in einer mittelgroßen Stadt, wie konkret eigentlich die Wärmeplanung in die Umsetzung kommt. Dabei geht es um die Planung, um Kommunikation mit Bürgern und um Kooperation nicht nur mit anderen Stadtwerken. Auch wenn bei euch sicher alles irgendwie etwas anders ist: Die zupackende Art, den Pragmatismus und auch die Fröhlichkeit kann man sich von den Orschelern abschauen.

 

https://digitale-stadtwerke.de/episode/waerme-wandel-wirklichkeit-nachwuchs-netzwerk-next-level
 

 

Filme der Woche: AI Slop tötet das Internet

Was sind eigentlich die Folgen davon, dass AI es irre einfach macht, Texte, Bilder, Musik und Filme zu produzieren? Aus zwei Perspektiven nähern sich eine Arte Doku und ein Kurzgesagt Video dieser Frage. Die Erkenntnis ist, dass das Internet inzwischen ganz weit davon weg ist, was es mal hätte sein können (Arte) und das AI Slop in einer Art kannibalistischen Iteration die Wahrheit tötet (Kurzgesagt). Ich besorg mir Popcorn und erneuere meinen Bibliotheksausweis.  

 

Arte: https://m.youtube.com/watch?v=cGmVehWBdHI 

Kurzgesagt: https://youtu.be/_zfN9wnPvU0?si=RLMYly9GhZ1CP0OV

 
 

Lektion der Woche: Klopapier gegen Werbung

In China werden alle Nutzenden öffentlicher Toiletten mit dem Grundprinzip der globalen digitalen Wirtschaft vertraut gemacht. Klopapier gibt’s nämlich nur, wenn man entweder Werbung schaut oder direkt zahlt. Bildung kann so einfach sein.

 

https://www.ndtv.com/offbeat/chinas-public-toilets-require-watching-ads-to-get-toilet-paper-sparking-criticism-9304756/amp/1 
 

Eike kann eigentlich fast alles, aber leider nur ein bisschen. Deswegen freut er sich immens, mit vielen anderen tollen Menschen zusammen coole Dinge auf den Weg zu bringen.


#ohneeuchistdoof

weekly@sid.earth

SID26 – Du kannst mitmachen!

 

Weil die Themen, Anforderungen und Perspektiven in der S!D Community so vielfältig sind, bitten wir euch um euren Beitrag. Er ist nur einen Klick entfernt und schon steht ihr (möglicherweise) im Januar auf einer S!D Bühne: https://sid.earth/call-4-impact/

 

Ebenfalls mit nur einem Klick kommt ihr in unseren Bezahlbereich. Dort gibt’s alles im Angebot vom Veranstaltungs-Sponsor über den Messestand bis zur Möglichkeit euer Thema bei uns zu pitchen oder in unserem weekly zu werben: https://sid.earth/partnerpakete/

Im Browser anzeigen

Super Impact UG (haftungsbeschränkt)

Uranusweg 17, 23562, Lübeck

Du bekommst diese Informations-E-Mail als ehemalige*r Teilnehmer*in des Stadtwerke Impact Day oder weil Du Dich für unseren Newsletter angemeldet hast.

Mehr findest du unter https://sid.earth

  • AGB
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
Powered by make better GmbH and Quantum GmbH
InstagramLinkedInFacebookXYouTube
Page load link
Nach oben