SIDweekly#113: Gemeinsam
Vor zehn Wochen habe ich berichtet, dass glücklicherweise noch reichlich Platz im Stromnetz und in den Umspannwerken sein könnte. Leider gibt es Hindernisse auf dem Weg dahin.
Vor zehn Wochen habe ich berichtet, dass glücklicherweise noch reichlich Platz im Stromnetz und in den Umspannwerken sein könnte. Leider gibt es Hindernisse auf dem Weg dahin.
Jetzt wird es technisch! Wir werden mal die Nerd-Bazuka rausholen und mal ein wenig unter die Haube der aktuellen Welt rettenden Unternehmen und Menschen blicken. Auf zum WUMMS!
Heute geht es um den großen Kuchen: unsere Volkswirtschaft. In diesem Kontext sind wir offensichtlich nur die Krümel. Nur wenn der Kuchen ausreichend groß ist, kann auch etwas verteilt und investiert werden. Aber es läuft seit einiger Zeit nicht gut.
Wenn ich einen SIDweekly zu solch einem Datum schreibe, dann kann ich mich entweder für eine Ode an das deutsche Sportauto schreiben – in Anbetracht der “kranken Mutter”, verzichte ich aber darauf diesen Konzern zu loben – oder halt über zwei Türme schreiben.
Wir haben in den letzten Wochen zum ersten Mal seit sehr vielen Jahren wieder einen Roadtrip gemacht. Eine Erkenntnis ist, dass die Mobilitätswende an vielen Orten Europas gut vorangekommen ist. Konkret bedeutet das: Fußgängerzonen, Fahrradwege, Nahverkehr und aggressive Parkraumbewirtschaftung.
Es ist Sommer und wir haben Hitzerekorde und Ausbeuten im Solarbereich sind jetzt schon höher, als 2023. Die Erzeugung jagt Rekorde, der Ausbau läuft. Sollte man meinen. Aber was ist da mit der Produktion los? Verk*** wir hier die Chance auf eine nachhaltige "Neu-Industrialisierung"?
Wir können aufatmen. Der “Heizhammer” ist Geschichte. Das Wort taucht in der neuesten Anti-Wärmepumpenkampagne des Axel Springer Konzerns nicht mehr auf. Schließlich sind die KPI’s der Heizhammer-Kampagne bemerkenswert, bei der sich ja nicht nur Medienunternehmen, sondern auch Teile der FDP, CDU und die ganze AfD beteiligten.
Ich schreibe im Sommerloch der Gefühle. Der typische Sommer, alle sind im Urlaub, alle Projekte pausieren oder warten auf Freigaben, alle Teams sind unvollständg und die “Daheimgebliebenen” schwitzen nicht nur bei 37° Sommerwetter, sondern auch vor der Last, die nun auf ihren Schreibtischen liegt. Durchhalten, in ein paar Wochen haben wir es geschafft.
Es bleibt sommerlich im weekly. Mein großes Thema ist, dass das Reisen bildet und die Empathie fördert. Ich hatte kürzlich die Chance, mit zwei Freunden Georgien zu bereisen. Aus der Perspektive des Kaukasus wird - wenig überraschend - klar, dass wir viel mehr gemeinsam haben als uns trennt. Noch mehr wurde mir dort vor Augen geführt, dass viele der Themen, mit denen wir uns in Deutschland oft abstrakt beschäftigen – Klimawandel, Geopolitik, gesellschaftlicher Zusammenhalt – in Georgien ganz konkret sind.
Wie oft hast du dieses Wir-Gefühl durch Hollywood serviert bekommen? Die Avengers, die es am Ende doch noch schaffen, die Erde vor der Invasion durch Lokis Armee zu schützen. Das erlösende Finale im Siegestaumel, wo für den AFC Richmond schon fast alles verloren schien. Heldenreisen. Heroisch. Gehen immer gut aus. Hast du schon mal das gemeinsame Gefühl von Erfolg genossen? Geil, oder? Und das des Misserfolgs? Zusammen ist es weniger schlimm.