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SIDweekly#097 – Hört endlich auf mit dem Ökowahn!

...warum wir unwissentlich zu viel getan haben!
097

S!DWEEEKLY#097

Hört endlich auf mit dem Ökowahn!

Liebe SIDizens,

 

wir müssen mal Klartext sprechen. Wir bemühen uns in so vielen Aspekten des Lebens, Emissionen einzusparen. Wir trennen Müll und glauben daran, dass dieser nicht thermisch recycelt wird, wir fliegen nicht mehr (zumindest nicht mehr inländisch ... so viel), wir kaufen nur noch regional und haben auf Kreuzfahrten ein echt schlechtes Gewissen! (Also nicht mehr nur, weil wir hier Dritte-Welt-Länder ausbeuten und die Armut wie im Zirkus begaffen.)

 

Alles Quatsch!

Hört auf aufzuhören, sonst wird es noch viel schlimmer! Das könnte man zumindest meinen. Es gibt eine interessante Theorie aus der Wissenschaft.

 

Kurz ausgeholt: Die Sonne sorgt dafür, dass die Erde nicht im Weltall erfriert und wir hier Tomaten anpflanzen können. Dabei verhindern Wolken, dass nicht alle Strahlung ankommt, sondern zum Teil reflektiert wird. Kurzer Arm-aus-dem-Fenster-Test: In der Sonne warm, im Schatten kalt. Bewiesen. ✅

 

Experimentell wäre es dann doch schlau, Partikel zur Wolkenbildung/Reflektion in die Atmosphäre zu bekommen. Nennen wir sie Emissionen. Das funktioniert, solange die Emissionen anhalten, also Partikel in die Atmosphäre kommen: weniger Wolken/Reflektion, mehr Sonne, mehr warm! 🤔

 

Und nun mein OHA-Moment: Was, wenn wir dieses Experiment seit den 50ern gestartet haben und dann plötzlich z.B. mit einem globalen Lockdown beendet hätten? Was wäre, wenn wir plötzlich global alles reduzieren? Es gäbe plötzlich extreme Wetterlagen. Wärme und Unwetter – skurriler Gedanke, oder? 😳

 

Alle Klimaskeptiker bitte wieder setzen, holt die brennenden Reifen wieder rein und legt das FCKW-Haarspray wieder weg. Wir sind schon im freien Fall, nun lasst uns bitte nicht auch noch den Fallschirm wegwerfen.

 

 

Ich emfpfehle: Hacking the Climate vom CCC 2023 und den SZ-Post

 

giphy-Jun-11-2024-11-15-17-5432-AM

 

Na, habt ihr euch ganz dolle bemüht und es geschafft? Wenn nicht, dann lest nochmal den Weekly#095.

 

Und jetzt lasst uns ein paar Links auseinandernehmen!

Montag der Woche

Der Montag ist der unbeliebteste Tag der Woche. Team Simon hat sich zur Aufgabe gemacht, dem Montag einen positiveren Anstrich zu geben. Ihre Strategien, um den Wochenstart zu erleichtern, reichen von Vorbereitung, über einen Spaziergang, bis hin zur Einführung einer besonderen Routine. Das Aufräumen des Arbeitsplatzes und das Blockieren von Meetings am Montagmorgen sind der optimale Starter für eine produktive, motivierte Woche. – Wie startet Ihr in die Woche?

 

https://simonsinek.com/stories/14-ways-to-have-better-mondays-according-to-team-simon/


Sprung der Woche

UN-Generalsekretär António Guterres erklärt, dass das 1,5-Grad-Klimaziel nicht mehr erreichbar ist. Dies gleicht einem Bungee-Sprung mit nur 70% Überlebenschance. Die aktuelle Klimapolitik, geprägt durch unzureichende Maßnahmen wie fehlende Tempolimits und Kohleverbote, führte dazu, dass Deutschland 2023 weit über den zulässigen CO₂-Ausstoß lag.

 

https://taz.de/Abschied-vom-15-Grad-Ziel/!6012090/

 

 

Satz der Woche

“Das Unwetter an der Ahr und an der Erft hat 3 Prozent der Oberfläche Deutschlands betroffen – nicht mehr. Und hat schon 40 Milliarden Schaden verursacht!” – Albrecht Broemme, der ehemalige Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.

 

https://blog.campact.de/2024/06/hochwasser-bayern-klimakrise-soeder/



Aufklärung der Woche

Auf der re:publica spricht Chris Stöcker, ich sage mal, “amüsant”, zum Thema Heizungsgesetz und Wasserstoff. Die daraus entstandene Diskussion und die Beteiligten. Eigentlich total lustig … wenn es nicht so traurig wäre. #H2Ready

 

https://x.com/NurderK/status/1798609513853129211



Dynamische Zukunft der Woche

Das Fraunhofer IEG untersucht erstmals, wie dynamische Stromtarife und kapazitätsbasierte Netzentgelte zusammenspielen. Die Studie zeigt, dass kapazitätsbasierte Netzentgelte die Wahl dynamischer Tarife fördern und die Kosten des Netzausbaus im ländlichen Raum um 37% senken können. Dies könnte flexible Technologien wie E-Autos und Wärmepumpen attraktiver machen, wodurch Haushalte ihre Stromkosten um bis zu 62,3% senken könnten. Netzbetreiber können damit Spitzenlasten effizienter managen. Die Studie hebt hervor, dass kapazitätsbasierte Netzentgelte, kombiniert mit dynamischen Preisen, entscheidend zur Reduktion von Netzausbaukosten und Lastspitzen beitragen könnten.

 

https://www.zfk.de/energie/strom/so-wirken-kapazitaetsbasierte-netzentgelte-und-dynamische-tarife-zusammen



Kundenbindung der Woche

Die EU senkt den Leitzins, wo soll ich denn jetzt noch gewinnbringend anlegen? Einfach in Solar! Nach dem Erfolg im letzten Jahr startet SWB Energie und Wasser erneut das Bürgerbeteiligungsmodell BonnInvest Solar. Bis 1. Juli können Kundinnen und Kunden in Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden investieren. Ziel sind 400.000 Euro mit Investitionen von 1.000 bis 5.000 Euro, und einem Zinssatz von 3,25%.

 

https://www.stadtwerke-bonn.de/fuer-zuhause/unternehmen/aktuelles/einzelansicht/mit-bonninvest-solar-zum-sonnepaten-werden/

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...nur weil wir denken, dass wir denken, denken andere nicht automatisch nach.

Torben

Torben denkt bunt. Obwohl er eigentlich Schwarz liebt. Als dickster Teil vom SID freut er sich über alle, die helfen, dass wir in Bewegung kommen!


#ichdenkeschon

torben@sid.earth

 

 

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PS: ... ich mag nichts zur Europawahl schreiben. Deprimierend.

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